Fiene

 
Im Gedenken an meine treue Fiene
 
Im Juli 2003 kam meine Fiene über den Tierschutzverein Rotenburg zu mir. Fiene war seinerzeit pumperl rund und hatte Probleme beim Aufstehen. Alle Untersuchungen, die ich tierärztlicherseits anstrebte, brachten keinerlei Ergebnisse. Nachdem Fiene eifrig Diät gehalten hatte ging es ihr sichtlich besser.
 

 
Im April diesen Jahres bemerkte ich bei Fiene Wesensveränderungen, dahingehend, dass diese sonst sehr selbständige  und selbstbewußte Hündin, plötzlich immer mehr meine Nähe suchte. Diese Veränderungen machten mir zu schaffen. Bei einer Ultraschallbehandlung der Zähne ließ ich dann ebenso nochmals ein Röntgenbild als auch eine Blutuntersuchung machen. Das Röntgenergebnis erbrachte nichts, die Blutwerte stimmten nicht und man riet mir zu einer leichten Behandlungsform, da die Nieren nicht intakt seien.
 
Im August fiel Fiene das Aufstehen zusehends schwerer, ich fuhr daher mit einer guten Feundin abermals zu einem Tierarzt nach Maschen. Er konnte wiederum an Fienes "Gerüst" nichts Auffälliges feststellen, aber die Blutwerte seien ja überhaupt nicht okay, ob sie denn eine Nierendiät erhalten würde? Nun, davon war nie die Rede gewesen. Ergo erhielt Fiene nun die entsprechenden Medikamente und Diätfutter. Tags drauf war ich bei meinem Haustierarzt, um zu berichten. Wir machten einen Kontrolltermin fest. Leider sollte es gänzlich anders kommen.
 
Am Samstag, dem 03.09.05 lag Fiene absolut matt in ihrem Körbchen, Trinken, Fressen, alles mußte ich ihr anreichen. Ich trug sie in den Garten zur Verrichtung der Geschäfte und mußte sie dabei  stützen. Ich sandte einen Hilferuf an meinen Tierarzt und konnte sofort kommen. Fiene erhielt Sterofundin, Glucose, Schmerzmittel und es wurde ein Blutbild gemacht. Die Kreatininwerte waren wiederum erhöht und auch die Phosphorwerte stimmten nicht mehr.
Für Sonntag abermalige Infuionstherapie. Meine Fiene war eine äußerst duldsame und überaus liebe Patientin, wirklich beachtlich.
 
Ich betete dafür, dass es ihr helfen möchte. Bereits am Sonntag ging es ihr wesentlich besser, am Montag war sie wieder die "Alte". Sie wirkte rege, begrüßte mich mit meinen anderen Hunden an der Tür und wollte wieder spazieren gehen, sie fraß. Dieser glückliche Zustand dauerte bis Mittwoch abend.
 
Die Nacht, die dann folgte war schlimm und ich werde sie mein Lebtag nicht vergessen. -Herztätigkeit stark reduziert, Pleuraerguss.
 
Am 08.09.05  ist Fiene unter ärztlicher Hilfe und in meinem Beisein über die Regenbogenbrücke gegangen, da sie ansonsten noch Qualen hätte erleiden müssen.
Sie wurde 11 Jahre alt. 
 
In mir ist eine unendliche Trauer,es geht mir gar nicht gut. Meine Hunde und ich vermissen Fiene sehr, da sie eine ganz besondere  kleine Hündin gewesen ist.
 
Ganz besonders danken möchte ich Dir Regina. Du hast mir seinerzeit Fiene anvertraut, es waren wunderschöne zwei Jahre, die ich nicht missen möchte, wobei ich Fiene gerne eine viel längere graue-Schnauzen-Zeit gewünscht hätte.
Ich danke Dir auch für Deine tröstende E-mail, die ich immer wieder lese. Ich halte mich an dem Gedanken aufrecht, dass nur wer liebt auch trauern kann und das sich diese Trauer  in eine dankbare Erinnerung verwandelt.
 
Liebe Fiene, ich vertraue darauf, dass es Dir nun gut geht.....
 
Deine Tomke 

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