zum Nachdenken.......

 

 

 

Wenn du kannst

Ferien für Menschen - Leid für zigtausend Tiere in Deutschland

Die Geschichte von Lea

Die Reise

( von Crystal Ward Kent , Übersetzung von Klaus Hornig ) 

Bringst Du einen Welpen in Dein Leben, dann beginnst Du eine Reise- eine Reise, die Dir mehr

Liebe und Hingebung gibt, als Du Dir es je hättest vorstellen können, jedoch auch Deine Stärke und Deinen Mut herausfordern wird. Wenn Du es zulässt, wirst Du von dieser Reise vieles lernen, über das Leben, über Dich selbst und vor allem über die Liebe. Du wirst für immer verändert sein, denn eine Seele kann keine andere berühren, ohne ihre Spuren zu hinterlassen.

Entlang des Weges wirst Du lernen, die einfachen Dinge des Lebens zu schätzen- über Blätter zu springen, in der Sonne zu dösen, den Spaß einer Pfütze zu schätzen und die Befriedigung entdecken, die es macht, hinter den Ohren gekrault zu werden. Dein Haus wird schmutziger und haariger werden. Du wirst weniger dunkle Kleidung tragen und mehr Fusselbürsten kaufen. Du wirst Hundekekse in Deinen Taschen finden und Erklärungen abgeben müssen, weil eine Plastiktüte Deinen Teppich ziert, da der Welpe das rascheln der Tüte liebt.

Du wirst das wahre Maß der Liebe entdecken- das unerschütterliche, unsterbliche, das sagt: "es kommt nicht darauf an, wo wir sind und was wir tun, solange wir zusammen sind." Respektiere das, es ist das wertvollste Geschenk das irgendein lebendiges Wesen einem anderen geben kann. Du wirst es nicht oft innerhalb der menschlichen Rasse finden.

Und Du wirst lernen, bescheiden zu sein. Oft schäme ich mich beim Blick in die Augen meines Hundes. So viel Freude und Liebe, nur weil ich da bin. Er sieht in mir nicht den fehlerhaften Menschen, der widersprüchlich und stur sein kann, launisch und grob, nur den wunderbaren Begleiter. Vielleicht hat er diese Eigenschaften auch bemerkt und sie nur als menschliche Marotten eingestuft nicht wert, sie weiter zu beachten und deshalb beschlossen, mich sowieso zu lieben.

Wenn Du gut aufpasst und lernst, dann wirst Du nicht nur ein besserer Mensch sein, wenn die Reise zu Ende ist, sondern derjenige, den Dein Hund in Dir gesehen hat, denjenigen auf dessen Freundschaft man stolz sein darf.

Ich muss Dich warnen, denn diese Reise wird nicht ohne Schmerzen sein. Wie auf allen Wegen wahrer Liebe ist der Schmerz Bestandteil der Liebe. So sicher wie die Sonne untergeht, wird eines Tages Dein geliebter Hund einen Weg gehen müssen, der Dir noch nicht bestimmt ist. Und Du wirst die Stärke und Liebe finden müssen, ihn gehen zu lassen.

Das Leben eines Hundes auf dieser Erde ist viel zu kurz- besonders für jene, die ihn lieben. In Wirklichkeit haben wir ihn nur für eine Weile geliehen, und während dieser kurzen Jahre war er so großzügig, uns all seine Liebe zu geben, jedes bisschen seines Geistes und seines Herzens, bis am Ende nichts mehr davon bleibt.

So wie aus dem Kätzchen von gestern all zu schnell eine Katze geworden ist, die alt und gebrechlich in der Sonne döst, so wird aus dem Welpen mit seiner grenzenlosen Energie eines Tages ein steifer lahmer Hund mit ergrautem Schnauzhaar .

Tief im Inneren haben wir es immer gewusst, dass diese Reise zu Ende gehen würde. Wir wussten, gäben wir unser Herz hin, würde es gebrochen. Es ihnen zu geben, ist aber unsere Pflicht, denn das ist alles, was sie von uns verlangen.

Wenn die Zeit gekommen ist und die vor uns liegende Straße macht eine Kurve, die wir nicht mehr einsehen können, so machen wir ein letztes Geschenk und lassen ihn voraus laufen – noch einmal jung und ganz " Viel Glück mein Freund" werden wir sagen und hat die Reise einmal einen ganzen Kreis geschlagen, werden sich einmal " unsere Wege" kreuzen.

 

 
Wenn Du kannst ?
 
  Wenn Du immer fröhlich sein kannst,
Schmerzen und Pein ignorieren...
 
wenn Du jeden Tag dasselbe essen kannst
und dafür dankbar sein,
 
wenn Du verstehen kannst, daß diejenigen, die
Dich lieben zu beschäftigt sind, Zeit für Dich zu haben,
 
wenn Du übersehen kannst, wenn die, die Du liebst, es an Dir auslassen,
wenn etwas schief geht - auch wenn es nicht Deine Schuld ist,
 
wenn Du das begrenzte Wissen, die schlechtere Erziehung
eines Freundes ignorieren kannst, ohne ihn zu korrigieren,
 
wenn Du dazu fähig bist, den Reichen nicht besser zu
behandeln als den Armen,
 
wenn Du der Welt gegenübertreten kannst - ohne Lügen und Betrug,
 
wenn Du tief im Herzen wirklich ehrlich sagen kannst, daß Du
keine Vorurteile hast gegen Glauben, Hautfarbe, Religionen oder Politik,
Dann - mein Freund - bist Du fast so gut wie Dein HUND.
Fast, aber nicht ganz.
 
Entnommen aus Leo-Letter USA
Volume 12, No. 3, 1996
Verfasser unbekannt
Übersetzt von Frau Edith Steffen

 

  
Ferien für Menschen - Leid für zigtausend Tiere in Deutschland
 
Hierzu die leider oft wahren Zeilen eines Hundes an sein Herrchen
aus der belgischen Zeitung "Het Latste Nieuws"
 
Liebes Herrchen!
 
Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra! Wir fuhren mit dem Auto, Du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte. Aber als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da. In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden, aber vergebens. Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag. Ein fremder Mann kam, legte mir eine Leine um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, Du warst es nicht - es wart der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine stunde war gekommen.
 
Geliebtes Herrchen, ich will, dass Du weißt, dass ich mich trotz des Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurück kommen könnte - ICH würde auf Dich zulaufen,
denn ich hatte Dich lieb!   

 

Die nachfolgende Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-L mit der Bitte, sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten. Sie handelt von einem Welpen im Petshop (Tierhandlung). Bei uns sind solche Läden, wo Hunde im Laden oder auf dem Markt feilgehalten werden, verboten. Nichts desto weniger blüht der Hundehandel, vor allem mit Rassehunden aus den östlichen Ländern. Was macht es für einen Unterschied, ob ein Welpe nach einem grauenhaften Transport bei einem Händler oder auf dem Markt oder in einem Laden landet? Keinen. Niemals würde ein Züchter, der über den winzigsten Funken Anstand und Gefühl verfügt, seine Hunde an einen Händler verschachern.

 

Toller- Info bittet alle Leserinnen und Leser um aktive Aufklärung zukünftiger Hundehalter. Der Artikel darf (soll) weiter verwendet werden, sei es als Infoblatt in der Tierpraxis und bei Futterlieferanten oder als Bericht in einer regionalen Zeitung.

 

Es ist eine traurige Geschichte, leider ist sie an der Tagesordnung. Häufig ist die Realität noch schlimmer, weil die Hunde mental total gestört sind und praktisch nicht sozialisierbar.

 

Die Geschichte von Lea

 

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

 

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

 

Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge.

 

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst.

 

Niemand kam, um uns zu trösten.

 
All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines ", aber dann gehen die Leute wieder fort. 
 

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.

 
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. 
 

Ich heiße jetzt Lea. 

 

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts Schöneres, als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

 

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

 

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will, Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

 

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und " man kann nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen, um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

 
Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich......Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.
 

Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

 

Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

 

Lea